Tiefenpsychologisches Symposium Dresden 2020

Lebenslinien

lautet das Thema des tiefenpsychologischen Symposiums der Internationalen Gesellschaft für Tiefenpsychologie vom 28.02.2020 bis 29.02.2020 im
Deutschen Hygiene-Museum Dresden.

 

Einen ersten Eindruck zum Thema und den Referentinnen und Referenten erhalten Sie über unseren Flyer, den Sie sich hier ansehen können.

 

Lebenslinien stellen den unsichtbaren und oft unausgesprochenen Hintergrund jeder menschlichen Begegnung dar. Sie sind das Ergebnis bewusster Entscheidungen wie auch unbewusster Impulse. Einem Spannungsfeld zwischen Persönlichem und Schicksalhaftem entstammend prägen sie in hohem Maße unsere privaten wie professionellen Beziehungen, im therapeutischen, seelsorgerischen, pädagogischen oder institutionellen Umfeld. Divergierende Lebenslinien können Fremdheit und Spannung erzeugen wie auch Neugier und Bereicherung. Ohne Kenntnis der Lebenslinien der anderen und ohne Bewusstheit der eigenen entstehen jedoch Begegnungen auf dem Hintergrund falscher Bilder, von Vorurteilen, Ressentiments oder aber Idealisierungen. Offenheit und Bereitschaft für die Erfahrungen der Vergangenheit und die sich abzeichnende Zukunft sind hingegen die zentrale Grundlage für therapeutisches Handeln, professionelle Weiterentwicklung und ein soziales und ökologisch begründetes Miteinander.


Mit dem Thema der Lebenslinien knüpft die Internationale Gesellschaft für Tiefenpsychologie an ihre eigenen Wurzeln an. Schon bei der Gründung der igt vor 70 Jahren stand der interdisziplinäre Gedanke eines freien Austauschs und einer gegenseitigen Bereicherung über die Grenzen beruflicher Spezialisierungen hinweg im Zentrum. Dieses Anliegen erhält mit der Herbsttagung in Lindau bis heute einen stets hochaktuellen Rahmen und erfährt seit Jahrzehnten ein anhaltendes Interesse für die jährlich wechselnden Schwerpunkthemen mit unterschiedlichsten Vorträgen, Seminaren und Workshops. Mit dem Symposium in Dresden nimmt die igt eine alte Tradition wieder auf, auch an anderen Veranstaltungsorten eine Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch anzubieten. Vor allem aber wollen wir neue Verbindungen zu lebendigen Diskussionsräumen knüpfen, die unsere Sozialgesellschaft so dringend benötigt. Hier kann die tiefenpsychologische Perspektive einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten.

 

Wir hoffen, mit unserem Angebot Ihre Neugier und Ihr Interesse zu wecken, und freuen uns auf einen gemeinsamen lebendigen Austausch im würdigen Rahmen des Deutschen Hygiene-Museums Dresden, einem „Museum vom Menschen für den Menschen".

 

Für unser Symposium konnten wir folgende Referent/innen und Workshop-Leiter/innen gewinnen:

 

  • Ralf-Uwe Beck, Pfarrer und Bürgerrechtler
  • Dr. Renate Daniel, Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Dozentin, Lehranalytikerin und Supervisorin
  • Christine Findeis-Dorn, Sprechwissenschaftlerin, Qigong-Lehrerin, Supervisorin
  • Gideon Horowitz, Märchenerzähler und Schriftsteller, Psychologischer Psychotherapeut
  • Prof. Dr. Verena Kast, Universitätsprofessorin, Dozentin, Lehranalytikerin und Supervisorin
  • Bernd Leibig, Arzt für Psychotherapeutische Medizin, Dozent, Lehranalytiker und Supervisor
  • Margarete Leibig, Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Dozentin und Supervisorin
  • Dr. Konstantin Rößler, Arzt für Innere Medizin, Dozent, Lehranalytiker und Supervisor
  • Prof. Doris Titze, Professorin an der HfBK Dresden, Bildende Künstlerin
  • Prof. Dr. Ralf. T. Vogel, Professor an der HfBK Dresden, Dozent, Lehranalytiker und Supervisor